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Hardware-Effizienz

Hardware-Effizienz bedeutet, deinen Laptop so lange zu benutzen, bis er wirklich nicht mehr kann, statt jedes Jahr dem neuesten Modell hinterherzujagen.

Hardware-Effizienz beschreibt das Verhältnis zwischen erbrachter IT-Leistung und der dafür eingesetzten Hardware – sowohl pro Generation als auch über die Lebenszeit. Sie ist eines der drei Kernprinzipien nachhaltiger Software (zusammen mit Energieeffizienz und Carbon Awareness) und betrachtet Geräte über Beschaffung, Nutzung und Entsorgung hinweg.

In der Praxis bedeutet das: Server möglichst stark und gleichmäßig auslasten (statt viele kaum genutzte Maschinen zu betreiben), Hardware lange im Einsatz lassen (statt sie aus Modegründen zu erneuern), Geräte mit hoher Performance pro Watt bevorzugen und für die Wiederverwendung in nachfolgenden Lebensphasen vorbereiten.

Einsatzzweck ist die Reduktion sogenannter "embodied emissions" – also Emissionen, die durch Herstellung und Logistik der Hardware entstehen, bevor sie überhaupt zum Einsatz kommt. Untersuchungen zeigen, dass diese je nach Gerätekategorie 15–80 % der Lebenszyklusemissionen ausmachen.

Das Konzept ist eng mit dem Forschungsfeld Lifecycle Assessment verknüpft und durch Studien wie das EU-Joint-Research-Centre-Working-Paper zu Servern, sowie Berichte der Boavizta-Initiative untermauert. Die Green Software Foundation nimmt Hardware-Effizienz explizit in ihre Praktiker-Schulungen auf.

In der Cloud-Welt arbeiten Hyperscaler bereits an längeren Server-Lebenszyklen: Google verlängerte 2023 die geplante Lebensdauer eigener Server von 4 auf 6 Jahre, Microsoft kündigte Ähnliches an. Diese Maßnahmen wirken direkt auf die embodied emissions und verschieben die Optimierung von rein elektrischer hin zu lebenszyklusorientierter Effizienz.

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