Niemand kann das – und schon wieder ein Know-how-Engpass
Kaum ist ein Engpass beseitigt, kommt schon der nächste. Gefühlt sind Unternehmen große Engpass-Beseitigungs-Maschinen. Naturgemäß sind besonders die Themen Know-how- und Kapazitäts-Engpass stetige Begleiter in unserem Alltag als Softwareunternehmen. Und gerade bei taskforceorientierten Firmen wie der unseren der Beginn vieler Gespräche und Anknüpfungspunkte. In der Regel bauen wir gemeinsam mit unserem Kunden ein „Beiboot“, beseitigen den Engpass und arbeiten das Thema ab.

Die spannende Frage ist – wie kommt es überhaupt zu einem Know-how-Engpass und wieso können wir diesen beseitigen? Woher kommt unser breites Know-how? Dafür gibt es eine offensichtliche Antwort – weil wir in so viele unterschiedliche Aktivitäten involviert sind und mit vielen Technologien in Berührung kommen und somit Erfahrung sammeln. Das ist aber nur ein Teil der Antwort.
Wir sind Entdecker:innen
Wir Entwickler:innen sind auch Forscher:innen – wir wollen entdecken, Neues ausprobieren und uns entwickeln. Damit dies möglich ist, brauchen Organisationen die entsprechende Kultur. Wie eine Pflanze, die von selbst wächst, wenn es genügend Licht, Erde, Nährstoffe und Wasser gibt.
Diese Kultur muss in der Praxis gelebt werden, im Projekt und im Code. Beispielsweise wird die nächste (kleinere) App mit MAUI statt mit Xamarin entwickelt oder es ergibt sich der Einsatz einer Cloud-Technologie usw. Wenn man etwas Aufmerksamkeit auf das Thema richtet, dann ergeben sich ganz viele Möglichkeiten. Es ist die Aufgabe von uns Entwickler:innen, diese Möglichkeiten verantwortungsvoll zu verwerten.
Dabei bewegt man sich hier im üblichen Spannungsfeld zwischen der Produktions-Effizienz mit ihren Lieferterminen und den Budgets. Wenn man jedoch bewusst eine Ineffizienz zulässt, dann kann sich die Kultur entwickeln. Wir bei bluehands handhaben es so, dass wir in einem Projekt maximal eine neue Sache ausprobieren. Wir stimmen das im gesamten Team ab und begrenzen somit die Ineffizienz. Diese ist in der Regel auch nicht mehr relevant, die eventuell anfallenden Kosten werden aber transparent kommuniziert.
Lasst uns spielen
Das Zulassen von „Spielen“, Entdecken und Forschen führt zu einer Weiterentwicklung des gesamten Systems. Neue Mitglieder fühlen sich inspiriert und die alten Hasen können ihren Forscherdrang im Unternehmen ausleben, statt das Unternehmen zu wechseln, um sich mit Neuem zu beschäftigen. Dadurch entwickelt sich ebenfalls wieder neues Know-how, mit dem ein Engpass geschlossen werden kann – Win-Win also für das Unternehmen und die Entdecker:innen.



