Green Software Meetup Karlsruhe: Green Agentic AI Coding mit Ponytail

KI-Agenten schreiben heute einen großen Teil unseres Codes und oft viel zu viel davon. Für einen simplen Datapicker installiert der Agent gerne mal eine Library, baut eine Wrapper-Komponente, legt ein Stylesheet an und diskutiert über Zeitzonen. Und das, obwohl der Browser das längst mit einer Zeile könnte. Wie man dieses Over-Engineering in den Griff bekommt, zeigt Dietrich Gebert, Autor und Maintainer von Ponytail, beim Green Software Meetup in Karlsruhe am 22.09.2026.

· 4 Min Lesezeit
GSDKA Meetup am 22.09.26 bei bluehands

Klimafreundlicheres Coden mit KI-Coding-Agenten dank Ponytail

Ponytail ist ein Open-Source-Agent-Skill mit dem sich das gewohnte Over-Engineering von KI-Agenten systematisch reduzieren lässt. Das funktioniert durch eine Prioritätenleiter, die der Agent durchläuft, bevor er überhaupt mit dem Schreiben von Code beginnt. Dazu wird zunächst abgefragt: gibt es das im Projekt schon? Kann die Standardbibliothek das? Kann die Plattform das? Erst wenn diese Abfragen verneint werden, startet das Code schreiben. Und anschließend nur das Minimum, das funktioniert.

Was das konkret bringt, hat Dietrich an einem echten FastAPI-und-React-Repo gemessen, mit einem Agenten, der zwölf reale Feature-Tickets abgearbeitet hat. Das beeindruckende Ergebnis: 54 % weniger Codezeilen, 22 % weniger Tokens, 20 % weniger Kosten und 27 % weniger Laufzeit. 

Was er nicht gemessen hat, benennt er im Vortrag ebenso offen: keine Joule und kein CO₂, weil gehostete Modelle den Energieverbrauch pro Request schlicht nicht veröffentlichen. Der vermutlich größere Effekt lässt sich ohnehin nicht messen, sondern nur plausibel machen. Denn Code, der nie geschrieben wurde, muss auch nie gebaut, ausgeliefert, ausgeführt und gewartet werden. So bietet Ponytail insgesamt ein beachtliches Potential, um in Zeiten von KI-Agenten Softwareentwicklung klimafreundlicher zu gestalten.

Take-Aways: konkretes Setup für KI-Agenten und ein Review-Kommando

  • Ein konkretes Setup für den eigenen KI Agenten, direkt anhand echter Vorher-Nachher-Diffs erklärt - inklusive Benchmark-Aufbau und seiner Grenzen.
  • Ein Review-Kommando, mit dem sich der aktuelle Diff im eigenen Projekt auf Over-Engineering prüfen lässt.

Der Referent Dietrich Gebert

Dietrich Gebert ist Autor und Maintainer von Ponytail einem Open-Source-Agent-Skill, der gerade stark an Fahrt aufnimmt. Dietrich beschäftigt sich damit, wie sich Over-Engineering durch KI-Coding-Agenten systematisch reduzieren lässt, mit messbaren Effekten auf Codeumfang, Tokenverbrauch, Kosten und Laufzeit.

Die Agenda

  • Datum: Dienstag, 22. September 2026
  • Einlass: 18:00 Uhr
  • Beginn: 18:30 Uhr Vortrag (mit einer kleinen Pause zwischendurch)
  • Ende: ca. 21:00 Uhr

Ort

bluehands GmbH & Co. mmunication KG, Waldstraße 63 (Eingang über Blumenstraße), 76133 Karlsruhe

Teilnahme & Anmeldung

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt. Auswärtige Interessent:innen können Remote teilnehmen und werden gebeten, dies bei der Anmeldung über Meetup anzugeben.

Hier geht es zur Anmeldung über Meetup: Link zur Meetup‑Gruppe „Green Software Development Karlsruhe

Gastgeber & Atmosphäre

bluehands freut sich, den Abend zu hosten – mit spannenden fachlichen Insights, offenem Austausch sowie Networking in entspannter Atmosphäre. Für Snacks und Getränke ist gesorgt. Interessierte sind wie immer herzlich willkommen!

Unterstützer & Partnernetzwerke

Die Veranstaltung wird unterstützt von 

Vielen Dank dafür!

Mehr zu Green Software Development Karlsruhe

Green Software Development Karlsruhe ist eine lokale Community von Softwareentwickler:innen und IT‑Expert:innen, die sich mit der Frage beschäftigt, wie Software klimafreundlich entwickelt und betrieben werden kann. Die Gruppe trifft sich einmal monatlich bei bluehands zu Vorträgen und Diskussionsrunden rund um ökologische Nachhaltigkeit in der Softwareentwicklung. Der Austausch ist offen für alle Interessierte. Mit über 1.000 Mitgliedern zählt die Gruppe zu den größten lokalen Meetups zum Thema Green Software und Green IT.

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