Green Coding, Green Software Development, Green IT umfasst alle Strategien, Technologien und Praktiken, mit denen Informations- und Kommunikationstechnologien ökologisch nachhaltiger gestaltet werden.
Konkrete Themen sind energieeffiziente Hardware, Servervirtualisierung, Konsolidierung von Rechenzentren, Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen, optimierte Kühlung, Wiederverwendung und Recycling sowie nachhaltige Beschaffung. Auf Anwendungsseite gehören Carbon-aware Architecture und Lifecycle-Optimierung hinzu.
Einsatzzweck ist die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der IT. Da IT-Infrastruktur in nahezu jeder Branche grundlegend ist, hat ihre Effizienz einen Hebel weit über das Rechenzentrum hinaus.
Der Begriff entstand in den frühen 2000er Jahren und wurde durch das Energy-Star-Programm der US-EPA und die Diskussion über die Stromaufnahme von Rechenzentren bekannt. Studien wie die der Berkeley Lab und der EU-Kommission belegten früh, dass IT zu einem relevanten Anteil am Stromverbrauch entwickelter Länder beiträgt.
Heute treiben Initiativen wie die Green Software Foundation, Bundesverband Green Software, viele lokale Software-Communities und das Blauer-Engel-Label "Ressourcen- und energieeffiziente Softwareprodukte" das Thema weiter. Die Diskussion verschiebt sich dabei zunehmend von reiner Hardwareoptimierung aus den 2000er Jahren hin zu Software, Architektur und betrieblichen Strukturen.