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Scrum

Scrum ist wie Rugby für Softwareentwickler, nur dass man sich danach seltener die Nase bricht.

Scrum ist ein agiles Rahmenwerk für die iterativ-inkrementelle Entwicklung komplexer Produkte. Es definiert drei Rollen (Product Owner, Scrum Master, Developers), drei Artefakte (Product Backlog, Sprint Backlog, Increment) sowie fünf Events (Sprint, Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Sprint Retrospective) und basiert auf den Säulen Transparenz, Überprüfung und Anpassung.

In der Softwareentwicklung wird Scrum eingesetzt, um in fest getakteten Sprints (typischerweise zwei bis vier Wochen) ein potenziell auslieferbares Produktinkrement zu erzeugen. Das Team zieht zu Beginn jedes Sprints Items aus einem priorisierten Product Backlog und liefert am Ende ein begutachtbares Ergebnis.

Zweck ist die Beherrschung von Komplexität und Unsicherheit: Anstatt alle Anforderungen vorab festzulegen, wird in kurzen Zyklen empirisch gesteuert. Dadurch werden Risiken früh sichtbar, Feedback fließt regelmäßig in das Produkt ein, und der Business Value kann schrittweise realisiert werden.

Der Begriff Scrum wurde 1986 von Hirotaka Takeuchi und Ikujiro Nonaka in dem Harvard-Business-Review-Artikel "The New New Product Development Game" geprägt, in Anlehnung an die Gedrängeformation im Rugby. Daraus entwickelten Ken Schwaber und Jeff Sutherland in den frühen 1990er Jahren das heute bekannte Scrum-Rahmenwerk und stellten es 1995 auf der OOPSLA-Konferenz vor.

Der offizielle Scrum Guide wird von Schwaber und Sutherland gepflegt und in unregelmäßigen Abständen überarbeitet, zuletzt 2020. In der Version 2020 wurde unter anderem das Product Goal eingeführt und die Sprache bewusst entschlackt; die Entwickler heißen seitdem nicht mehr "Development Team", sondern einfach "Developers".

Bei bluehands wird Scrum und agiles Entwicklen seit der Gründung praktiziert und gehört zum Kern unseres Entwciklungsprozesses. In manchen Umgebungen setzen wir statt Scrum mit festen Sprint-Goals Kanban ein.

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