Wissen von A bis Z

ISO Standards

ISO-Standards sind das gemeinsame Regelbuch der Welt, damit wir uns nicht ständig darüber streiten müssen, was ein „nachhaltiger“ Server eigentlich genau ist.

Im Bereich Green Software spielen mehrere ISO-Standards eine zunehmend wichtige Rolle. Sie definieren methodische Grundlagen für Ökobilanzen, Energie- und Umweltmanagement sowie spezifische Kennzahlen für Software und Rechenzentren.

Zentrale Normen sind ISO 14040 / 14044 (Ökobilanzen, LCA), ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme), ISO 50001 (Energiemanagement), ISO/IEC 30134 (Rechenzentrumskennzahlen wie PUE, WUE, REF) sowie seit 2024 ISO/IEC 21031, in der die Software Carbon Intensity (SCI) der Green Software Foundation als internationaler Standard verankert wurde.

Einsatzzweck ist die Schaffung einer einheitlichen Methodik, die Berichte vergleichbar, prüfbar und international anerkannt macht. Vor allem in regulierten Branchen, im öffentlichen Sektor und bei börsennotierten Unternehmen werden ISO-konforme Verfahren zunehmend zur Voraussetzung für Audits, Zertifizierungen und ESG-Reportings.

ISO selbst wurde 1947 gegründet und veröffentlicht seitdem internationale Standards in nahezu allen Ingenieurs- und Managementdisziplinen. Im IT-Sustainability-Kontext sind in den letzten Jahren neue Komitees entstanden (z. B. ISO/IEC JTC 1/SC 39 für Sustainability for IT), die ältere Standards mit aktuellen Anforderungen verzahnen.

In Deutschland wird zur Zeit eine Norm für die Umweltauswirkungen von Software vorbereitet mit dem Ziel dies der ISO zu übergeben. bluehands ist in diesem Normierungsausschuss aktiv vertreten.

Zurück