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Azure Kubernetes Service (AKS)

AKS ist wie ein Kapitän, der das Schiff steuert, während Sie sich ganz entspannt auf die Ladung konzentrieren können.

Azure Kubernetes Service (AKS) ist der von Microsoft Azure betriebene Managed-Kubernetes-Dienst. AKS übernimmt die Bereitstellung, den Betrieb und die Aktualisierung der Kubernetes-Control-Plane (API-Server, etcd, Scheduler, Controller-Manager) als kostenfreien Bestandteil des Dienstes; Anwender bezahlen ausschließlich die Worker-Nodes (Node Pools), das Netzwerk und die zugehörigen Ressourcen. Die Control-Plane ist tief in Azure-Dienste wie Azure Active Directory bzw. Microsoft Entra ID, Azure RBAC, Azure Monitor, Azure Container Registry, Azure Policy, Azure Key Vault (über CSI-Driver) und Azure Networking (CNI, Azure CNI Overlay, Cilium) integriert.

Eingesetzt wird AKS für containerbasierte Workloads jeder Größe: Microservices, Web-APIs, Batch-Jobs, Stream-Processing, ML-Inferenz und stateful Workloads über Azure Disks bzw. Azure Files als persistente Volumes. Über Node Pools können verschiedene VM-Größen, GPU-Knoten oder Spot-Instanzen gemischt werden; mit Virtual Nodes auf Basis von Azure Container Instances ist auch eine ‚serverlose‘ Skalierung von Pods möglich. Add-ons wie der KEDA-Autoscaler, der Application Gateway Ingress Controller, der Azure Monitor Container Insights Agent oder der Workload-Identity-Provider werden vom Dienst direkt angeboten.

Der Einsatzzweck und das gelöste Problem liegen in der Reduktion der Betriebslast eines selbst betriebenen Kubernetes-Clusters. Ein klassischer ‚kubeadm‘- oder ‚kops‘-Cluster verlangt Aufmerksamkeit für etcd-Backup, Upgrade-Pfade, Zertifikatsrotation, Netzwerk-Plugins und Cloud-Provider-Integration; AKS abstrahiert all diese Aufgaben in den Plattformbetrieb. Updates der Kubernetes-Version werden vom Anwender angestoßen, aber von Azure orchestriert ausgerollt. Sicherheits-Add-ons wie Microsoft Defender for Containers integrieren Image-Scanning, Laufzeit-Telemetrie und Compliance-Reporting in das Azure-Sicherheits-Ökosystem.

AKS wurde im Oktober 2017 als Preview vorgestellt und im Juni 2018 allgemein verfügbar. Vorgänger war Azure Container Service (ACS) — ein Multi-Orchestrator-Dienst mit Unterstützung für Kubernetes, DC/OS und Docker Swarm — der 2020 zugunsten von AKS abgekündigt wurde. Mit der Verbreitung des Cloud Native Computing Foundation-Ökosystems hat sich AKS schrittweise auf reines Kubernetes konzentriert und das Open-Source-Tool ‚aks-engine‘ als Brücke zu individuellen Cluster-Konfigurationen abgelöst durch Cluster API for Azure (CAPZ).

AKS war einer der ersten Managed-Kubernetes-Dienste eines Hyperscalers, bei dem die Control-Plane als kostenfreier Service angeboten wurde — ein bewusster strategischer Schritt, um die Migration von selbstverwalteten Clustern zu vereinfachen und in den damals stark umkämpften Markt rund um GKE und Amazon EKS einzutreten. Mit der Übernahme von Deis (2017) und der Einstellung wichtiger Mitarbeiter wie Brendan Burns, einem der ursprünglichen Kubernetes-Mitautoren, hat Microsoft seine Kubernetes-Strategie organisatorisch und technisch deutlich nach vorne gestellt.

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