Azure DevOps (ADO) ist die End-to-End-DevOps-Plattform von Microsoft und vereinheitlicht Anforderungs-, Quellcode-, Build-, Release- und Test-Management in einer einzigen Suite. Die Plattform besteht aus mehreren Diensten: Azure Boards für Backlog- und Sprint-Planung mit Work Items, Azure Repos für Git- und TFVC-Repositories, Azure Pipelines für CI/CD mit YAML- und Classic-Pipelines, Azure Test Plans für manuelles und exploratives Testen sowie Azure Artifacts als universeller Paketmanager für NuGet, npm, Maven, Python und Universal Packages. Sie wird sowohl als Cloud-Service (dev.azure.com) als auch als selbst gehostete Variante ‚Azure DevOps Server' (vormals TFS) angeboten.
Eingesetzt wird Azure DevOps in vielen Unternehmens-IT-Landschaften zur Implementierung der gesamten Werkzeugkette der Softwareentwicklung. Pipelines können auf Microsoft-gehosteten Agents (Windows, Linux, macOS) oder auf eigenen Self-Hosted Agents in privaten Netzwerken laufen, was hybride Szenarien — Public-Cloud-Build und On-Premises-Deployment — unterstützt. Die enge Anbindung an Microsoft Entra ID, Azure-Subscriptions, Azure Key Vault und Azure Container Registry macht ADO zur Standard-CI/CD-Lösung für Azure-Workloads, auch wenn GitHub Actions zunehmend Anteile übernimmt.
DevOps löst das historisch gewachsene Problem der historisch stark fragmentierter Tool-Landschaften: Issue-Tracker, Versionsverwaltung, Build-Server, Release-Manager und Test-Management waren über lange Zeit separate Werkzeuge mit eigener Authentifizierung und Datenhaltung. Azure DevOps bündelt diese Funktionen, teilt Identitäten, Berechtigungen und Audit-Logs zentral und ermöglicht durchgängige Traceability vom Work Item über Commits bis zum Deployment.
Historisch ist Azure DevOps die direkte Fortführung des Visual Studio Team System (2005), das als Visual Studio Team Foundation Server (TFS) bekannt wurde. 2013 erschien der Cloud-Dienst zunächst als Visual Studio Online, 2015 umbenannt in Visual Studio Team Services (VSTS), 2018 schließlich in Azure DevOps. Mit der Übernahme von GitHub durch Microsoft 2018 entstand strategisch eine Doppelstrategie: GitHub als entwicklerorientierte Open-Source-Plattform und Azure DevOps als unternehmensorientierte ALM-Suite. GitHub Advanced Security, GitHub Actions und DevOps-Pipelines konvergieren seit etwa 2022 in Funktion und Integration.
Die TFS- bzw. VSTS-Versionen waren lange durch das Team Foundation Version Control (TFVC) als zentralem Versionskontrollsystem geprägt — ein klassisches, server-basiertes System ähnlich Subversion. Erst mit der zunehmenden Dominanz von Git wurde TFVC schrittweise in den Hintergrund gedrängt; in vielen Großunternehmen lebt es jedoch bis heute weiter, weil komplexe Branchings und Pfad-basierte Berechtigungen schwer auf Git-Workflows abzubilden sind. Diese Migration ist ein häufiges Modernisierungsthema in Konzern-IT-Projekten.
bluehands verwendet seit beginn DevOps und wir haben noch "bluehands.visualstudio.com" als Mandanten. Das hosten eigener Build-Agenten öffnet einen Weg in die Modernisierung von Legacy-Systeme.