Legacy-Systeme neu gedacht: Data Change Processing mit Drasi | .Net UG Meetup

Legacy-Systeme sind in vielen Unternehmen das Rückgrat geschäftskritischer Prozesse – gleichzeitig erschweren sie schnelle Reaktionen auf Änderungen im System. Wie lassen sich Datenveränderungen in solchen Bestandssystemen erkennen und sinnvoll nutzen, ohne sie komplett neu zu bauen? Dieser Frage widmet sich Janek Felin am 7. Mai bei der .Net User Group Karlsruhe - und stellt das Projekt drasi vor.

· 3 Min Lesezeit

Data Change Processing für Legacy-Systeme

In modernen Softwaresystemen werden Datenänderungen häufig über Event Sourcing oder eventbasierte Architekturen umgesetzt. Diese Ansätze setzen jedoch meist voraus, dass Systeme von Grund auf dafür konzipiert wurden. In der Praxis sieht es anders aus: Viele Unternehmen betreiben monolithische Legacy-Systeme, die historisch gewachsen sind und sich nicht ohne Weiteres umbauen lassen.

Genau hier setzt Data Change Processing an: Statt das gesamte System neu zu entwerfen, werden Datenveränderungen erkannt, beobachtet und für nachgelagerte Prozesse nutzbar gemacht. Damit entsteht die Grundlage, um bestehende Systeme schrittweise zu modernisieren – etwa durch die Anbindung von Microservices oder neuen fachlichen Funktionen.

Projekt Drasi – kurz erklärt

Projekt Drasi ist ein noch junges Open‑Source‑Projekt von Microsoft, das Anfang Oktober 2024 angekündigt wurde. Ziel von Drasi ist es, Datenänderungen in bestehenden Systemen zu erkennen und darauf automatisiert zu reagieren, ohne tief in die bestehende Architektur eingreifen zu müssen. Drasi greift dabei Ideen aus dem Complex Event Processing (CEP) auf und überträgt sie auf heutige Anforderungen in verteilten IT‑Landschaften. Der besondere Fokus liegt auf Bestandssystemen, die nicht „event‑native“ sind.

Vom Monolithen zum Microservice – ein praxisnaher Ansatz

Zu Gast bei der .NET User Group Karlsruhe ist Janek Felin, vielen als ausgewiesener .NET‑Experte bekannt. In seinem Vortrag zeigt er praxisnah, wie sich mit Drasi ein monolithisches Legacy‑System in ein Microservice‑Umfeld einbetten oder schrittweise transformieren lässt.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Theorie, sondern die konkrete Frage:

  • Wie erkenne ich relevante Änderungen in bestehenden Systemen?
  • Warum lohnt es sich, darauf zu reagieren?
  • Und wie kann daraus eine nachhaltige Modernisierungsstrategie entstehen?

Der Vortrag richtet sich damit an alle, die in ihrem Unternehmen Legacy‑Systeme betreiben und nach realistischen, evolutionären Modernisierungsansätzen suchen.

Takeaways für die Teilnehmenden 

  • Verständnis dafür, wie Data Change Processing in Legacy‑Systemen funktioniert
  • Einordnung von Projekt Drasi im Kontext moderner Softwarearchitekturen
  • Konkrete Impulse, wie Monolithen schrittweise in Microservice‑Landschaften integriert werden können

Der Referent

Janek Felin ist ein erfahrener Softwareentwickler und Architekt mit Schwerpunkt auf dem .NET‑Ökosystem. Er beschäftigt sich intensiv mit der Modernisierung bestehender Systeme und der Einführung zeitgemäßer Architekturen in gewachsenen IT‑Landschaften.

Agenda

Datum:  Donnerstag, den 7. Mai 2026
Uhrzeit: Beginn 18:00 Uhr, Ende ca. 21:00 Uhr
Ort:       DJK Ost, Friedrichstaler Allee 52, 76131 Karlsruhe

Anmeldung

Weitere Informationen und Anmeldung gibt es hier 

Mehr über die .Net User Group Karlsruhe

Die .NET User Group Karlsruhe hat sich zum Ziel gesetzt, interessierte Teilnehmer:innen mit Vorträgen und Workshops zu allen Themen rund um die Softwareentwicklung und das Projektmanagement zu versorgen. Neben den .NET-Themen stehen Versionskontrollsysteme, allgemeine Programmiertechniken und Coding-Dojos auf dem Programm. Im Frühjahr organisiert die .Net User Group Karlsruhe auch den #nossued Software-Entwicklungs Open Space. bluehands-Geschäftsführer Aydin Mir Mohammadi ist einer der Initiatoren der .Net User Group Karlsruhe. mehr 

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