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Webservice

Die Brücke zwischen Anwendungen, die eigentlich gar nicht dieselbe Sprache sprechen.

Ein Webservice ist eine über das Internet oder ein internes Netzwerk per Standardprotokollen erreichbare Softwarekomponente, die eine wohldefinierte Funktionalität anbietet. Andere Anwendungen können diese Funktionalität programmatisch nutzen, ohne ihre konkrete Implementierung zu kennen.

Klassische Webservice-Stacks basieren auf SOAP, WSDL und XML; moderne Webservices nutzen meist REST mit JSON, ergänzt durch GraphQL, gRPC oder asynchrone Protokolle wie AMQP. Authentifizierung erfolgt über OAuth 2.0, OIDC, mTLS oder API-Keys, Dokumentation häufig über OpenAPI / AsyncAPI.

Einsatzzweck ist die Entkopplung von Anwendungen und Plattformen. Ein Webservice abstrahiert die unterliegende Technologie und macht eine Funktion über eine standardisierte Schnittstelle nutzbar – sei es zwischen Microservices, zwischen Frontend und Backend, oder zwischen Unternehmen.

Der Begriff wurde Ende der 1990er Jahre populär, geprägt durch Standards wie SOAP (1998 von Microsoft, IBM und anderen), WSDL und UDDI. Mit Roy Fieldings Dissertation (2000) gewann REST stark an Bedeutung; heute sind RESTful Webservices die häufigste Form, ergänzt durch moderne Alternativen.

In der Praxis ist der Begriff "Webservice" heute oft fast synonym mit "REST API" oder "HTTP-API". Bemerkenswert ist die historische Schwere klassischer SOAP-Stapel: Sie waren so komplex, dass sie als kollektives Trauma in vielen Teams Spuren hinterließen – und die schnelle Verbreitung von leichtgewichtigen REST-APIs maßgeblich beförderten.

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