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User Story

Eine kleine Karte für ein großes Gespräch – so funktionieren User Stories.

Eine User Story ist eine kurze, aus Nutzersicht formulierte Beschreibung einer gewünschten Funktionalität. Sie dient als Erinnerungspunkt für Gespräche zwischen Anwendern und Entwicklungsteam und wird häufig im Format "Als <Rolle> möchte ich <Ziel>, um <Nutzen>" notiert.

In agilen Backlogs werden User Stories durch Akzeptanzkriterien, Mockups oder Beispiele konkretisiert. Sie sollen den INVEST-Eigenschaften genügen (Independent, Negotiable, Valuable, Estimable, Small, Testable) und durchlaufen Verfeinerungsprozesse, bis sie in einem Sprint umgesetzt werden können.

Einsatzzweck ist die Verschiebung der Anforderung weg von vollständig dokumentierten Lasten- und Pflichtenheften hin zu einem dialogorientierten Anforderungsmanagement. Statt einmal große Dokumente zu schreiben und durchzureichen, werden Stories "just in time" detailliert und im Gespräch geschärft - nach dem Prinzip "Card, Conversation, Confirmation".

Das Konzept stammt aus eXtreme Programming und wurde von Kent Beck Ende der 1990er Jahre eingeführt. Mike Cohn formalisierte und popularisierte User Stories in seinem Buch "User Stories Applied" (2004), aus dem auch die heute übliche "Als-möchte-um"-Formulierung breit bekannt wurde.

Die "3 C's" - Card, Conversation, Confirmation - stammen ursprünglich von Ron Jeffries und betonen, dass eine User Story nicht das Dokument ist, sondern nur ein Anker für die Kommunikation.

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