UI Design (User Interface Design) ist die Gestaltung der Benutzeroberfläche einer Software. Dazu gehören visuelles Erscheinungsbild, Layout, Typografie, Icons, Farben, Animationen und das Zusammenspiel der Bedienelemente, mit denen der Mensch das System steuert.
In der Praxis arbeiten UI Designer mit Werkzeugen wie Figma, Sketch oder Adobe XD, häufig basierend auf Design Systems wie Material Design, Apple Human Interface Guidelines oder Microsoft Fluent UI. Komponentenbibliotheken wie Tailwind UI, MUI oder shadcn/ui setzen Designsysteme in Code um.
Einsatzzweck ist die effektive, effiziente und zufriedenstellende Bedienbarkeit der Software. Gutes UI Design reduziert die Wahrscheinlichkeit von Fehlern, beschleunigt typische Aufgaben und unterstützt die Markenidentität. UI Design ist eng mit User Experience (UX) Design verknüpft, beschränkt sich aber stärker auf die sichtbare Oberfläche.
Die Disziplin geht auf die Anfänge der grafischen Benutzeroberfläche zurück, prominent geprägt durch das Xerox PARC, Apple Macintosh (1984), Microsoft Windows und später durch das Web. Mit der Verbreitung von Smartphones und Touch-Geräten ab 2007 entstand eine eigene Schule mobil-zentrierter UI-Praktiken.
Heute ist UI Design eng mit Software-Engineering verzahnt: Design Tokens, Komponentenbibliotheken, Storybook und Design-Linter ermöglichen eine enge Kopplung zwischen Design und Code. Die Diskussion um Accessibility (WCAG), Internationalisierung und Inklusion hat UI Design zudem zu einer ethisch-relevanten Disziplin gemacht.