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Progressive Web App

PWAs sind wie Webseiten, die heimlich im Fitnessstudio waren und jetzt fast wie echte Apps aussehen.

Eine Progressive Web App (PWA) ist eine Webanwendung, die durch zusätzliche Standards wie Service Worker, Web App Manifest und Push-APIs Eigenschaften nativer Apps erhält. PWAs lassen sich auf dem Startbildschirm installieren, funktionieren auch offline und können Push-Benachrichtigungen senden.

Technisch basiert eine PWA auf modernen Web-Standards: HTTPS, Service Worker für Caching und Offline-Verhalten, das Manifest für Installation und App-Shell-Verhalten, Push API für Benachrichtigungen sowie Web APIs für Geolocation, Hintergrundsynchronisation oder Hardwarezugriff. Frameworks wie Angular, React und Vue bieten dafür eigene PWA-Toolkits.

Einsatzzweck ist es, mit einer einzigen Codebasis app-ähnliche Erlebnisse über alle Plattformen hinweg auszuliefern, ohne separate iOS- und Android-Apps. Insbesondere für Inhaltsdienste, Tools und Mitarbeiteranwendungen ist das eine kostengünstige Alternative zu klassischen Native-Apps.

Der Begriff PWA wurde 2015 von Frances Berriman und Alex Russell von Google geprägt. Seitdem haben Browserhersteller die nötigen APIs ausgebaut, allen voran Chrome, Edge und Firefox. Apple unterstützt PWAs auf iOS mit gewissen Einschränkungen.

Prominent sind Beispiele wie Twitter Lite, Starbucks PWA, Spotify Web Player oder die Microsoft-Office-Webanwendungen, die auf PWA-Techniken setzen. Interessant ist die Entwicklung im App-Store-Umfeld: Apple hat PWA-Funktionalität auf iOS mehrfach eingeschränkt und ausgeweitet, was die Diskussion um App-Store-Politik und Web-Plattform-Souveränität antrieb.

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