Demand Shaping ist eine Praxis, bei der die Nachfrage nach Rechenleistung, Bandbreite oder Speicher aktiv an die verfügbare CO₂-arme Energie angepasst wird. Statt eine konstante Verarbeitung mit jeder beliebigen Energiemischung zu fahren, wird die Last reduziert, verschoben oder degradiert, wenn der Strom-Mix gerade ungünstig ist.
Konkrete Maßnahmen reichen von dynamischer Auflösung in Streaming-Diensten, über reduzierte Modellkomplexität bei KI-Inferenz, bis hin zu "eco modes" in Anwendungen, in denen z. B. weniger Animationen oder weniger detaillierte Bilder ausgeliefert werden. In Industrieanwendungen kann die Produktion mit Stromüberschuss synchronisiert werden.
Einsatzzweck ist die direkte Verknüpfung von Nutzererlebnis und Energiesystem. Während Time Shifting eine Last in der Zeit verschiebt, verringert Demand Shaping ihre Intensität – etwa indem Funktionen vorübergehend weniger ressourcenintensiv arbeiten.
Das Konzept ist eng mit der Green Software Foundation und Carbon-aware Computing verknüpft. Microsoft, Google und Akademia haben ab 2020 in mehreren Whitepapers gezeigt, wie sich Demand Shaping technisch und produktseitig umsetzen lässt – mit zunehmend granularen Strom-Carbon-Daten als Grundlage.
bluehands ist Pioneer in diese Bereich und unterstützt Entwickler sowohl mit Open Data als auch Open Source Tools, um Demand Shaping in ihren Anwendungen zu implementieren.