Wissenswelt

Produktfirmen sind Vertriebsfirmen, was bedeutet das für die Softwareentwicklung?

Der Vertrieb hat etwas versprochen und die Entwicklung muss jetzt liefern. Hand aufs Herz – haben Sie diese Aussage auch schon einmal mit einem negativen Unterton aus der Softwareentwicklung gehört oder am Ende sogar selbst getätigt? Jetzt ist die Zeit, dieses Missverständnis aus der Welt zu räumen.

· 3 Min Lesezeit

Vereinfachend kann man sagen: Firmen, die ein Software-Produkt entwickeln, haben ihren Schwerpunkt im Vertrieb. Firmen, die eine Software-Dienstleistung anbieten haben ihren Schwerpunkt in der Produktion.

Dies liegt in der Natur der Sache, denn bei einem Produkt will das Unternehmen den Umsatz generieren, ohne den Gegenstand nochmals erstellen zu müssen.

Entwickeln am Puls der Zeit

In der Realität ist die Welt natürlich nicht schwarz und weiß, sondern hat auch viele Grauschattierungen. Produkte werden laufend an die Bedürfnisse der Kunden angepasst, neue Anforderungen müssen implementiert werden und je nach Branche gibt es immer neue Regulierungen und Vorschriften, die es zu beachten gilt. Die Aufgabe des Vertriebs liegt darin, sich in diesem komplexen Umfeld zu bewegen und das Ohr stets am Puls des Marktgeschehens zu haben. Gemeinsam mit dem Produktmanagement wird entschieden, wie sich das Unternehmen im Änderungsfluss von Funktions- und Leistungsanforderungen bewegt.
 

Ein erfolgreiches Produktunternehmen skaliert im und mit dem Vertrieb – und genau jetzt kommt die Softwareentwicklung ins Spiel.
 

Flexibel oder Flaschenhals?

Ein gut funktionierendes Produktunternehmen benötigt eine flexible, skalierende und atmende Softwareentwicklung. Diese muss schnell hochskalieren oder auch wieder herunterfahren, um sich mit anderen Themen zu beschäftigen. Entsteht hier ein Flaschenhals, dann hat das gesamte Unternehmen ein Problem. Die Herausforderungen sind vielfältig und zeigen sich beispielsweise darin, dass in einem Fall ein neues Produkt schnell auf den Markt gebracht oder in einem anderen Fall ein bestehendes während einer Neuentwicklung weiter mit Updates versorgt werden muss. Vielleicht liegt die Herausforderung in einem Prototyp, ein MVP ist gefragt oder eine neue Technologie muss evaluiert werden.

Strategien für eine skalierende und erfolgreiche Softwareentwicklung

Wir als Softwareentwicklungsabteilung haben die Aufgabe, den Vertrieb und das Produktmanagement zu unterstützen, damit genau diese Skalierung ermöglicht wird. Wenn die Softwareentwicklung nicht liefert, hat das Unternehmen ein Problem. Das gleiche gilt, wenn das Ergebnis der Softwareentwicklung nicht den Marktbedürfnissen entspricht. Vertrieb, Produktmanagement und Entwicklung sind eine Einheit und können nur gemeinsam zum Erfolg kommen. Jeder Teil leistet seinen Beitrag und unterstützt die anderen Abteilungen und Bereiche.

Um eine skalierbare Softwareentwicklung umzusetzen, gibt es mehrere Strategien, die jeweils ihre eigenen Gesetze mit Vor- und Nachteilen mit sich bringen:

  • Die Softwareentwicklungsabteilung ausbauen
  • Mit einem Pool von freiberuflichen Softwareentwickler:innen arbeiten und diese managen
  • Mit einer taskforceorientierten Softwareentwicklungsfirma kooperieren

Letzteres kann dazu führen, dass das bestehende Team vergrößert wird, sich ein neues Team bildet oder man ein wendiges Beiboot ins Wasser lässt, um schneller unbekanntes Land zu erreichen.

Wir bei bluehands sind der festen Überzeugung, dass die Zukunft der Softwareentwicklung genau in dieser Auf- und Abskalierung besteht. Eine Taskforce bietet hier genau das richtige Instrument.

Wir als bluehands sind lange schon in der taskforceorientierten Softwareentwicklung tätig. Und meine Erfahrung zeigt, dass diese Art der Skalierung für die Produktfirmen eine sehr effiziente Strategie bildet. Und das vor allem in der heutigen, nachgefragten Welt der Softwareentwicklung.

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